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News + Veranstaltungen

Philosophisches Café extra: Joseph Vogl und Wolfgang Streeck im Gespräch

15.12.2016, 19:00

Freie Akademie der Künste
Klosterwall 23
20095 Hamburg
Deutschland

Die Sammlung (1987–2006) – Performance Chronik Basel – Band II

26.01.2017, 19:00

Kaskadenkondensator
Burgweg 7
4058 Basel
Schweiz

Buchvernissage Performance-Chronik Basel (1987–2006)

08.12.2016, 18:00

Galerie Stampa
Spalenberg 2
4051 Basel
Schweiz

Aktuell

Im Vorspann jeder Episode der Serie Mad Men verliert der als Silhouette gezeichnete Don Draper (Jon Hamm) wörtlich den Boden unter den Füßen. Gerade hat er sein Büro betreten und den Aktenkoffer auf den Boden gestellt, da fallen die Zeichnungen von der Wand und die Möbel sinken in sich zusammen. Ganz plötzlich also befindet er sich im freien Fall und schwebt inmitten der Wolkenkratzer von New York Citys Midtown viele Stockwerke nach unten. Zuerst spiegelt er sich noch in den...

  • Gesellschaft
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Magazin
  • Essay

    Versuchen, was das sein könnte, seit Montaigne noch immer.

  • Fictionary

    Fortlaufender Glossar des Vorstellbaren

  • A Thousand Words

    Auf der Suche nach einer Werkform in der einzigen Verdichtung auf die Exaktheit einer Zahl: 1000 Wörter
  • NO W HERE

    Eine Carte Blanche für Künstler, Autoren, Denker, einen Leerraum zu besetzen und eine Atempause zu markieren.

Neuerscheinungen
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  • Halluzinatorische Chroniken New Yorks

    Reportagen, Fiktionen, Wirklichkeiten der Hauptstadt des 20. Jahrhunderts

    • USA
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    • Atomzeitalter
    • New York
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  • Denkt Kunst!

    Denkt Kunst! Das bedeutet, sie zuallererst angemessen denken zu lernen – das heißt, in Begriffen und Argumenten zu fassen, was sich vorderhand nicht in Form von Begriffen, sondern in Wahrnehmungsgestalten, Figuren, Klängen, Rhythmen und Konstellationen artikuliert. Denkt Kunst? Denkt Kunst!

  • minima oeconomica

    Analysen und Kritik moderner Ökonomie, deren Wissenschaft und Legitmation im Zeitalter der Finanzialisierung

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Magazin

Philipp Felsch

Offen gestanden versuche ich, das Wort ›Praktiken‹ inzwischen möglichst selten zu verwenden. Denn bei den letzten Malen zerfiel es mir manchmal wie ein modriger Pilz im Mund. Wenn ich es von anderen höre, reagiere ich skeptisch: Kaum ein anderer Begriff kommt innerhalb der Wissenschaftsgeschichte und den angrenzenden Kulturwissenschaften nämlich mit einer so massiven Selbstevidenz daher. Meistens nicht allein, sondern von einem Attribut begleitet. Dann ist von ›diskursiven‹, ›epistemischen‹ oder ›kognitiven‹ Praktiken die Rede. Stets geht es darum, etwas, das mit Wissen, mit Denken oder Begriffen zu tun hat, in Wirklichkeit als Praxis zu erweisen. Soweit ich sehe, ist das seit den achtziger Jahren der Fall. Doch anders als damals werden die Voraussetzungen, die Ansprüche und Implikationen dieser Umdeklarierung heute kaum noch diskutiert. Eine diffuse Bedeutung, die immer mittransportiert wird, lautet: »Hier wird keine Ideen­geschichte getrieben.« – »Und das ist auch gut so!«, könnte der oder die Betreffende sogleich hinzufügen, denn einer weiteren Begründung bedarf es nicht. Mit Roland Barthes gesprochen haben wir es mit einem Alltagsmythos der Wissenschaftsgeschichte zu tun. Wer ankündigt, ›Praktiken‹ erforschen zu wollen, weiß den common sense der Kolleginnen und Kollegen auf seiner Seite. Doch worauf stützt sich diese Übereinkunft eigentlich? Welche theoretischen Referenzen sind in sie eingeflossen? Oder ging sie in den achtziger Jahren nicht aus Theorie, sondern aus einer besseren Empirie hervor?


Neuerscheinungen

Kunst

Kunst

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...

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Bücher

Literatur

Literatur

"This is a book about the power that a past War holds over a German growing up in the 1950s and 1960s: born too late to see that war and too early to forget it. The narrative shows how painfully public events — the shadows, rather, of events gone by — intrude upon a life and shape it.
The English translation appears at a moment when most of the key issues have radically changed. Germany has signed what amounts to a peace treaty with her former enemies, and she is one again; Louis, without whose light the narrator’s life would have turned dark long ago, has died of Aids; the narrator himself is no longer an awkward job seeker in America, but a professor at a graduate school in New York.
Yet, now even more than when I wrote them, I dare believe that these pages tell something of the human condition. ­Nothing indeed has changed. Ghosts, it has appeared...

  • Erinnerung
  • 1968
  • Homosexualität
  • Emigration
  • Autobiographie
Magazin

Georges Perec

Auf der anderen Seite der Straße sind drei Tauben lange reglos auf dem Dachgesims sitzen geblie­ben. Über ihnen, zur Rechten, raucht ein Schorn­stein; verfrorene Spatzen sitzen hoch oben auf den Regenrinnen. Unten auf der Straße herrscht Lärm.


Montag. Neun Uhr morgens. Ich schreibe schon seit zwei Stunden an diesem Text, den ich seit langem versprochen habe.


Die erste Frage ist sicherlich die folgende: warum habe ich bis zum letzten Augenblick gewartet? Die zweite: warum dieser Titel, warum dieser Anfang? Die dritte: warum fange ich damit an, dass ich diese Fragen stelle?


Was ist eigentlich so schwierig? Warum fange ich mit einem Wortspiel an, das so hermetisch ist, dass nur eine kleine Anzahl meiner Freunde darüber lächeln muss? Warum fahre ich mit einer Beschreibung fort, die so gespielt neutral ist, dass jeder versteht, dass ich nur deshalb so früh aufge­standen bin, weil ich sehr im Rückstand war, und weil es mir peinlich ist, dass ich im Rückstand bin, während doch ganz klar ist, dass ich nur des­halb im Rückstand bin, weil mir gerade der Grund für die wenigen nun folgenden Seiten peinlich ist. Es ist mir peinlich. Ich bin gehemmt. Die gute Frage ist die: warum ist es mir peinlich? Warum ist es mir peinlich, dass es mir peinlich ist? Werde ich mich dafür rechtfertigen müssen, dass es mir peinlich ist? Oder ist es mir peinlich, dass ich mich rechtfertigen muss?


Das kann lange dauern. Es gehört zum Wesen des Schriftstellers, dass er sein Sein...

Magazin

Reiner Schürmann

Herman beharrt. Dreimal mindestens habe ich seinen Blick auf mir gespürt. Das erste Mal am Tag nach dem Kongreß. Ich betrachtete die Weihnachtsdekoration in einer Straße mit Fertigbungalows. Vor den Häusern gab es Engel, Rehe, Gipsmadonnen und Weihnachtsmänner auf einem Schlitten, den acht Rentiere vom Nordpol her zogen. Ich stand vor einem aufblasbaren Weihnachtsmann, umringt von drei ­lebensgroßen Chorknaben. Die Straße war schlecht beleuchtet. Ihre roten, von innen beschienenen Chorhemden strahlten ein warmes, kräftiges Licht aus. Das Wasser in einem Plastikschwimmbecken war vereist. Einige Spielsachen waren darin eingefroren. Plötzlich wurde leise ein Vorhang beiseitegeschoben. Die Glühbirnen in den Chorknaben strahlten zu stark. Das Fenster lag direkt hinter ihnen. Bunte Lampions hingen hier und dort. Ich erkannte die Silhouette nur schlecht. Doch es waren dieselben Augen wie jene am ersten Kongreßtag. Wie angewurzelt blieb ich zwischen Schnee- und Streusalzkrusten mitten auf der Straße stehen.


Beim zweiten Mal aß ich mit Lothar, einem Angestellten der deutschen Botschaft, zu Abend. Das Restaurant hieß Chez Brown. In einer Ecke spielte ein kleines Orchester mit einem Schnulzensänger. Schwarze in silbrigen Anzügen. Lothar lachte über mich:


»Ängste wegen des Krieges zu haben! Dabei kann man eine Mordsknete damit machen. Schau mal meinen Preußenkopf, blond und so. In jedem Nazifilm bekomme ich eine Rolle. Ich brauche nur zu brüllen ›Raus, raus!‹ und alle sind begeistert. ›Typisch‹, sagen sie. Und ich kassiere ab. Im Fernsehen ist es genauso. Ich könnte einmal pro Woche als Statist arbeiten. Schau meine Stiefel, der...

Bücher

Diskurs

Diskurs

Towards the end of Thomas Pynchon’s mammoth 1973 novel Gravity’s Rainbow, the stumbling ingénue of a hero Tyrone Slothrop sets off on a commando raid. The territory he and his cohorts move through is a giant ­metropolis, a “factory-state” in which capital, technology and power, perfectly co-calibrated, send airships drifting through urban canyons, past chrome caryatids and roof-gardens on skyscrapers that themselves shoot up and down on ­elevator-cables: a conurbation ­Pynchon calls the “City of the Future” or “Raketen-Stadt.” The...

  • Literaturwissenschaft
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  • Literatur
Magazin

Mário Gomes

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar, denn Krieg und Literatur stehen nicht etwa in einem Verhältnis der Affinität, sondern in einem der Spannung und Überlagerung, was letztlich auch erklärt, weshalb einem Clausewitz sehr viel mehr über Literatur zu entnehmen ist als dem Gesamtbestand literaturwissenschaftlicher Publikationen. Wer die Ilias gelesen und Heraklit noch nicht vergessen hat, versteht, was gemeint ist. Der Vater aller Literaturen ist der Krieg – oder meinetwegen die Gewalt –, alles andere dagegen ist Sand, den man der geneigten Leserschaft in die Augen streut, Sand, der aus den Büchern regelrecht herausrieselt, wenn man nur...

Bücher

Wissenschaft

Wissenschaft

Ce que nous savons sur notre société, sur le monde dans lequel nous vivons, nous le savons par les médias de masse1. Cela ne vaut pas seulement pour notre connaissance de la société et de l’histoire, mais aussi pour notre connaissance de la nature. Ce que nous savons sur la stratosphère ressemble à ce que Platon savait de l’Atlantide : on en a entendu parler. Ou comme Horatio l’exprime : So I have heard, and do in part believe it 2. D’un autre côté, nous savons tellement de choses au sujet des médias de masse que nous ne pouvons plus avoir confiance en une telle source. Nous soupçonnons que nous sommes manipulés, ce qui n’a cependant pas de conséquences considérables puisque le savoir issu des médias s’unit, comme de lui-même, à une structure qui se renforce elle-même. Nous considérerons par avance tout ce savoir comme douteux – et c’est cependant sur lui qu’il faudra nous fonder et à lui qu’il faudra nous...

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